Neues aus der Bienenwerkstatt

Einer der teuersten Honige der Welt ist der Manukahonig. Er stammt aus dem Blütennektar der Südseemyrte Manuka. Das Gewächs mit den kirschblütenähnlichen Blüten wächst in den Bergregionen Neuseelands und wird in all seinen Bestandteilen schon seit Jahrhunderten von der indigenen Bevölkerung für medizinische Zwecke genutzt.

Bienenhonig

Foto: pixabay

Manukahonig enthält zunächst die gleichen Inhaltsstoffe wie üblicher Honig auch. Besonders ist jedoch der hohe Gehalt an Methylglyoxal (MGO), welcher durch das Zusammenspiel verschiedener Stoffe aus dem Blütennektar entsteht. Der MGO-Gehalt des Manukahonigs gilt dabei als Qualitätsmerkmal. Methylglyoxal gilt als antibakteriell und entzündungshemmend und wird zur Wundbehandlung und zur Behandlung verschiedener Entzündungen eingesetzt. Als feuchte Wundabdeckung kann die Wundheilung beschleunigt werden. Außer bei Wunden soll Manukahonig auch bei Psoriasis, Herpes, Akne, Neurodermitis, Fußpilz oder Hefepilzinfektionen zu Verbesserungen führen. Außerdem kann der Honig bei Husten, Halsentzündungen und auch bei Magen-Darm-Erkrankungen wie Magenschleimhautentzündungen eingesetzt werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. rät aktuell von einer Lokaltherapie von chronischen Wunden mit Manukahonig, durch die Schmerzentwicklung der Inhaltsstoffe ab. Allergiker sollen auf entsprechende Reaktionen achten. Eine enge Abstimmung mit dem Arzt sollte auch bei Diabetikern erfolgen, da besonders bei der inneren Anwendung eine Erhöhung des Blutzuckers auftreten kann. Die Anwendung bei Patienten mit Immunschwäche oder Schwangeren wird nicht empfohlen. Ebenso sollte von einer Anwendung bei Kindern abgesehen werden. Flora Apotheke Werdau

 

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