Bei Mobbing ist Führung gefragt

„Betrug die Zahl der bekanntgeworden Mobbingopfer im Jahr 2000 noch 0,8 Millionen so stieg sie bis 2007 auf 1,5 Millionen, also fast das Doppelte. Dies ist eine enorme Steigerung! Gerichtsverfahren (Zivilverfahren) legten im selben Zeitraum um 30 % zu. …
Insgesamt scheint sich ein unheilvoller Trend fort zu setzen. Je enger es auf dem Arbeitsmarkt wird, desto stärker wird mit unlauteren Methoden gemobbt.“*

Nach einer Hochrechnung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist jede neunte Person im erwerbsfähigen Alter bereits einmal Opfer von Mobbing geworden.** Die Folgen von Mobbing sind vielschichtige. So sind die Opfer von starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Einschränkungen im privaten und persönlichen Umfeld betroffen. Aber auch für die Unternehmen entstehen große wirtschaftliche Verluste. Nach einer Schätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist jede neunte erwerbstätige Person im Laufe ihres Erwerbslebens bereits einmal gemobbt worden. Die durch Mobbing verursachten volkswirtschaftlichen Schäden belaufen sich nach Schätzungen des DGB auf 15 bis 25 Milliarden Euro jährlich.*** Es gibt also für alle Beteiligten genügend Gründe, etwas dagegen zu tun. Auch wenn Mobbing für die Betroffenen zum Schicksal wird, schicksalhaft ist es nicht!

Unterstützung in der Prävention von Mobbinggefahren finden die Unternehmen in den BARMER Angeboten für ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Neben den klassischen Angeboten für die Bewältigung von Stress und anderen arbeitsbedingten Belastungen wendet sich der Workshop „Führung Aktiv“ gezielt an die Führungskräfte in den Unternehmen.  Diese sollen dabei unterstütz werden,  gesundheitliche Risiken zu erkennen und die Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu erhalten und zu fördern. Denn erst mit den nötigen sozialen Kompetenzen kann eine Führungskraft auch als Führungspersönlichkeit agieren.

Aber auch Mobbingopfer und deren Angehörige finden bei der BARMER Hilfe und Unterstützung. Neben Angeboten zur individuellen Stressbewältigung stellt die BARMER Informationen und Kontakte für weiterführende Beratungs- und Hilfeangebote  zur Verfügung. „Durch unser Engagement im sächsischen Präventionsnetzwerk Mobbing können unsere BARMER Gesundexperten in den Geschäftsstellen auf starke Partner zurückgreifen.“ so Ingo Barth, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Zwickau.

* www.mobbing.net

**  Der Mobbing-Report - Eine Repräsentativstudie für die Bundesrepublik Deutschland
1. Auflage. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW Verlag für neue Wissenschaft GmbH 2002. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Forschungsbericht, Fb 951),
ISBN: 3-89701-822-5

*** www.dgb.de/Themen/Mobbing

Ihre Kontaktperson

Herr Andreas Ebneth, stellv. Regionalgeschäftsführer

BARMER GEK Zwickau
Keplerstraße 2, 08056 Zwickau
Telefon: 0800 33206024-1104, Telefax: 0800 33206024-1000
E-Mail:
Internet: www.barmer-gek.de

Zurück